Home | Presse-Info | Links | Impressum | Disclaimer | Datenschutz
Kirchlicher Suchdienst Heimatortskartei
Wir über uns KSD-aktuell Archiv Service Kontakt Suchantrag

Kurz nach dem Zusammenbruch, nach Kriegsende 1945, begann der nicht enden wollende Strom von Millionen aus ihrer Heimat Vertriebenen nach dem Westen zu fließen. Zumeist waren es nur Frauen, Kinder und Alte, die mit Flüchtlingszügen oder Trecks ankamen, denn die Männer und Söhne waren vermisst oder in Gefangenschaft oder zogen von Ort zu Ort in der Hoffnung, irgendwann und irgendwo etwas über ihre Angehörigen zu erfahren. Als solche Anfrage-Stellen fungierten meist Pfarrämter oder provisorisch eingerichtete Büros der Caritas oder des Hilfswerkes. Überall, in erster Linie in Orten entlang der tschechischen Grenze und der Demarkationslinie nach der sowjetisch besetzten Zone schossen solche Meldestellen aus dem Boden. Unzählige Pfarrämter und Außenstellen nahmen die Meldungen durchziehender Flüchtlinge auf Karteikarten auf, hielten die Namen und Personalien der Durchreisenden fest. Mitgeholfen haben damals eine nicht mehr feststellbare Zahl von Helfern, die in Schichten arbeiteten, von Lager zu Lager zogen, um Personalien aufzunehmen, diese Listen zu verkarten und zu sortieren und in die alphabetische Kartei einzuarbeiten.

Am 30. August 1945 nahm der Deutsche Caritasverband die Vermisstenforschung "offiziell" wieder auf, die schon während des ersten und zweiten Weltkrieges mit Hilfe des Vatikans und der Caritas-Internationalis durchgeführt worden war. Bis Oktober 1946 waren rund 5.963.000 Heimatvertriebene in die drei West-Zonen eingeströmt, die fast ausnahmslos nach Angehörigen suchten.

Trotz vieler Rückschläge und Schwierigkeiten, bedingt durch die damaligen Verhältnisse wurden Fortschritte bei der Auskunftserteilung erzielt. Aus der Praxis heraus wurde bereits in den Anfangsjahren der Gedanke geboren, die Flüchtlinge nicht nur alphabetisch, sondern auch nach dem Herkunftsort zu registrieren, denn immer wieder wurde nach Personen aus bestimmten Orten gefragt. 1947 erfolgte die Umstellung der Meldeköpfe vom Namens- auf das Ortsprinzip. Das war das Geburtsjahr der

Heimatortskarteien (HOK).

Das Ziel dieser Umstellung war, die Nachforschung nach Vermissten aktiv zu gestalten und durch Befragung früherer Nachbarn aus dem Heimatort das Schicksal der Vermissten zu klären sowie jeden Ort des Vertreibungsgebietes karteimäßig wieder so entstehen zu lassen, wie er vor Kriegsbeginn bestanden hatte. Es lagen Millionen unerledigter Suchanträge vor und täglich kamen Tausende hinzu.

Aufgrund ernster Sorgen um die Finanzierung der Karteien wurde nach 1950 eine Vereinbarung mit dem Bund getroffen, der von nun an die Finanzierung der Suchdiensteinrichtungen in der Bundesrepublik übernahm. Es folgte eine Abgrenzung der Zuständigkeitsbereiche der Suchdienste, wobei dem Kirchlichen Suchdienst folgende Aufgaben zugewiesen wurden:

  • Die Nachforschung nach vermissten Zivilpersonen aus den Vertreibungsgebieten
  • die Auskunftserteilung in behördlichen Angelegenheiten
Ende 2000 wurde der Kirchliche Suchdienst, vormals bestehend aus sieben Heimatortskarteien, in zwei HOK-Zentren zusammengelegt. Das HOK-Zentrum in Passau betreut jetzt die Deutschen aus den Gebieten Ober- und Niederschlesien sowie aus dem Sudetenland, das HOK-Zentrum in Stuttgart betreut den früheren Bereich Nordosteuropa, die Bereiche Wartheland-Polen und Mark-Brandenburg sowie Südosteuropa und das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.

Die Reorganisation ist Grundlage dafür, dass auch in diesem Jahrzehnt die verschiedenen Hilfen für Vertriebene und Flüchtlinge weiterhin kompetent und auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten angeboten werden können.

Bis in die heutige Zeit hat der Kirchliche Suchdienst nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Kirchlicher Suchdienst • Lessingstraße 1 • 80336 München • (0 89) 544 97 - 201 • (0 89) 544 97 - 207
Wir über uns
Geschichte des KSD
Standorte                         -->
Betreuungsgebiete
Leitung und Mitarbeiter      -->
Standorte
München
Passau
Stuttgart
Betreuungsgebiete
Betreuungsgebiete in Europa
Betreuungsgebiete in Asien
Leitung und Mitarbeiter
Steuerungsgremium
Sachbearbeitung
Dienste
Archiv
Karteikarten
Feldpostbriefe
Literatur
Service - Übersicht
Anfrage
E-Mail Anfrage
KSD-Tour
Glossar
Gebühren
Ihre Meinung
Auskunftserteilung
Urkunden
Rentenfragen
Staatsangehörigkeit
Zwangsarbeit
Volkszugehörigkeit
Personenstammdaten
Todeserklärungen
Personensuche
Familienmitglieder
Freunde/Nachbarn
Mitschüler/Arbeitskollegen
sonstige Hilfen
Familienforschung
Ahnenforschung
Familienstammbaum
Erbenermittlung
Feldpostbriefe